03. September

Heute machen wir die Stadtrundfahrt in Sankt Petersburg.Uns ist bereits gestern aufgefallen, wie sauber die Stadt ist.Einige von uns waren früher schon mal hier und merken die Unterschiede sehr deutlich. Auffallend im Vergleich zu früheren Jahren ist auch, dass es kaum mehr Bettler oder Betrunkene im Zentrum zu sehen gibt. Viele Bierbuden sind verschwunden. Sankt Petersburg ist das russische "Fenster nach Westen", oder auch die westlichste Stadt Russlands. Modern, westeuropäisch und weltoffen.So wollte es auch der Stadtgründer Zar Peter der Große.

Die Stadt wurde anläßlich der 300-Jahrfeier im Jahre 2003 umfangreich renoviert. Schöne alte Hausfassaden sind liebevoll wieder hergestellt worden. Es gibt eine Vorschrift, nach der an den Häusern im Zentrum nur Veränderungen im Inneren vorgenommen werden dürfen und die Fassaden erhalten bleiben müssen. Wenn jemand so ein Haus erwerben möchte, dann muss er sich hierzu vertraglich verpflichten. Außerdem gibt es ein Gesetz, wonach im Zentrum keine modernen Hochhäuser gebaut werden dürfen.Daran musste sich auch die "Gasprom" halten.Die Restaurierungsarbeiten gehen Gott sei Dank weiter. Die Stadt wird immer schöner. Ich bezeichne sie immer als das "Sahnehäubchen"am Ende unserer Russland-Reisen. Meine persönliche Lieblingsstadt.

Bei der Rundfahrt haben wir unter anderem das Smolny-Kloster, die Isaak-Kathedrale, die Kasaner Kathedrale, die Peter und Paul-Festung und das größte Kaufhaus im Zentrum, Gostinny-Dvor gesehen. Die Erlöserkirche, die mit ihren Kuppeln an die Basilius-Kathedrale in Moskau erinnert, wurde zur Erinnerung an Zar Alexander II. gebaut. Er wurde an dieser Stelle Opfer eines Attentats.Er gehörte zu den beliebtesten Zaren weil er die Leibeigenschaft abgeschafft hatte. In der Nähe ist das sogenannte Marsfeld, wo sich auch die ewige Flamme befindet. Auf diesem Platz wurden früher die Militärparaden abgehalten.Die großen Gebäude an der Seite des Platzes beherbergten die Elitetruppen der Zaren.

Das Lieblingshotel von Gerhard Schröder ist auch das teuerste der Stadt. Grand Hotel Europa. Hier auf der Terrasse eine Tasse Cafe zu trinken und die Menschen zu beobachten ist auch ein Erlebnis. In einem anderen Luxushotel, dem Hotel Europa, wollte der "Gröfaz" seine Siegesfeier abhalten. Die Einladungskarten waren schon fertig, bis auf das Datum.

Nach dem Mittagessen ging es zur Eremitage, einem der größten und bekanntesten Paläste und Museen der Welt.Hier befinden sich Kunstsammlungen und Gemälde der berühmtesten Maler verschiedener Epochen. Der Winterpalast wurde von den Zaren überwiegend zur Repräsentation und Regierungsarbeit genutzt.Gewohnt haben die Zaren in anderen Palästen.Nach über 2 Stunden Besichtigung fuhren wir zurück zum Platz. Am Abend steigt die Abschiedsfeier.Einige Teilnehmer wollen nämlich schon am freien Tag weiterfahren. Durch das Baltikum zurück nach Hause.