Eine große Reise ist (fast) zu Ende.

Um 19 Uhr gehen wir zu einem Retaurant. Hier habe ich vor einigen Monaten schon mal eine Abschiedsfeier veranstaltet. Es ist ein Kellerlokal und im Stil der Sowjetzeit eingerichtet. Bilder von Lenin, Stalin, Marx,Engels und anderen hängen an der Wand. Fahnen der Revolutionäre statt Tapeten. Hoffentlich macht die Gruppe nicht zum Schluß noch "Revolution"

Das passiert natürlich nicht. Es gibt noch einmal typisch russische küche. Salat, Heringe mit Kartoffel,Suppe und überbackenes Schweinefleisch Als Nachtisch Blinis mit Beeren-Kompott.Dazu reichlich Wasser (wer's glaubt).

Wir haben bis hierher fast 17000 km zurückgelegt. Es gab einige Reifenschäden, 4 beschädigte Windschutzscheiben, ein Problem mit Bremsen, eine beschädigte Stoßstange, einen gebrochenen Rahmen, einen Auffahrunfall an der Nord-Star Kabine von Jannes. Das schlimmste war der schwere Unfall den WanPhen und Alexis erlitten haben. Gott sei Dank hatten wir keine Personenschäden oder schweren Erkrankungen. Wir sind gemeinsam losgefahren und gemeinsam in Sankt Petersburg angekommen. Es war eine lange Zeit. Zu Beginn war ich nicht sicher, ob es die ganze Zeit gutgehen würde. Aber die Gruppe hat zusammengehalten und trotz aller Probleme, auch bei Änderungen der Etappen und der Stellplätze eine Einheit gebildet. Die gegenseitige Hilfe und Uterstützung war für mich beeindruckend. Schlechte oder kaum vorhandene Straßen haben wir gemeistert und  so manchen Stellplatz haben wir uns "schön getrunken". Wir haben viel Schönes gesehen ebenso wie Dinge die uns weniger gefallen haben. Manches Vorurteil über die Länder in denen wir gereist sind wird sich wohl nicht länger halten.Das Wetter hat in der ganzen Zeit mitgespielt.

Die Reise muss verarbeitet werden. Das wird einige Zeit dauern. Die "Festplatte" ist voller Eindrücke. Bei der Bearbeitung der Bilder und Filme werden wir uns alle wieder erinnern.

Ich habe meine 10. Saison bei KUGA hinter mir. In dieser Zeit durfte ich viele gute Gruppen begleiten. Ohne eine dieser Gruppen zurücksetzen zu wollen, diese hier war die "BESTE". 20 Individualisten haben eine Gemeinschaft auf Zeit gebildet und mir die Arbeit leicht gemacht. Und wenn es mal mit der Stimmung bei dem ein oder anderen etwas nach unten ging, dann haben wir uns gegenseitig wieder aufgerichtet. "Die Grenze der Leidensfähigkeit" wurde nicht erreicht.Das zeichnet diese Gruppe aus. Ich hoffe, dass sich daraus auch längerfristige Verbindungen ergeben. 

Vielen Dank für Eure Geduld und Eure Unterstützung.

Unseren lieben Lesern ein Dank für Euer Interesse an den Berichten, auch wenn diese nicht täglich kamen. Ich hoffe Ihr konntet unsere Erlebnisse etwas verfolgen. Eure Zuschriften zeigen jedenfalls Interesse am mobilen Reisen.

Heute haben uns bereits Jannes und Gerry, Fritz und Renate und Wilhelm und Ursula verlassen.Sie wollen durch die baltischen Staaten zurückfahren. Gute Heimkehr.

Morgen werden wir anderen auch Sankt Petersburg verlassen und nach Helsinki bzw über Estland weiterfahren.

Das war der letzte Bericht über unsere große Reise. Ich hoffe es hat Euch gefallen. Vielleicht schreibe ich wieder mal von einer anderen Tour.

Liebe Grüße von Eurem KUGA-Franzsmiley

 

Bilder vom Abschiedsabend