Von Kasan nach Nishni Novgorod

Wir kommen immer weiter nach Westen. Nur ca 400 km. Wer gedacht hat, das sei ein Kinderspiel wurde am Nachmittag eines Besseren belehrt. Plötzlich wurde der Verkehr dicht und dichter. Jede Menge Lkw und Pkw. 40 km vor der Stadt begannen die Staus. Bei der uns bestens bekannten Fahrweise war es klar, das hier nur viel Geduld und besondere Vorsicht hilft. Insgesamt verbrachten wir mehr als eine Stunde in verschiedenen Staus. Aber schließlich waren doch alle ohne Zwischefälle am Platz. Eine Freizeitanlage oberhalb des Flusses Oka.

Heute, am 26. haben wir die Stadt besichtigt. Sie liegt am Zusammenfluss der Flüsse Oka und Wolga. Die Stadt wurde 1221 gegründet und war eine reiche Kaufmannsstadt. Sie ist berühmt wegen ihres Kreml. Er liegt oberhalb der Wolga am Steilufer. Im alten Stadtkern sind sehr viele alte, schöne Häuser erhalten.Es gibt nur eine Brücke über die Wolga. Das führt ständig zu Verkehrsproblemen. Um wenigstens für die Menschen, die an beiden Ufern leben und arbeiten eine Erleichterung auf dem täglichen Weg zum Arbeitsplatz zu schaffen, wurde vor etwas mehr als einem Jahr eine Seilbahn über den Fluss gebaut. Mittlerweile musste die Anzahl der Kabinen bereits verdoppelt werden.Zur Zeit sind umfangreiche Bauarbeiten in der Altstadt im Gange, damit die Stadt zum Fest noch schöner wird.

Der Kreml ist von einer über 2 km langen Mauer umgeben. Der Kreml wurde als Festung gegen die Angriffe der Tataren angelegt.Novgorod war eine reiche und strategisch wichtige Stadt und deswegen natürlich ein begehrtes Ziel von Angreifern. Aber die Stadt wurde dank der starken Befestigungen nie erobert.

Während des Krieges und danach war eine Haupteinnahmequelle die Rüstungsindustrie. Hier wurden Panzer, U-Boothüllen, MIG Flugzeuge, Munition und andere Rüstungsgüter produziert. Aber auch Fahrzeuge wie Wolga und Gaz. Für Ausländer war die Stadt gesperrt. Sogar die Wolga-Kreuzfahrtschiffe durften die Stadt nur bei Nacht passieren. Im Bereich der U-Bootwerft wurde dann künstlicher Nebel erzeugt. Wolga-Limousinen werden nicht mehr gebaut.Heute werden hier Elektronische High Tech Artikel hergestellt. Außerhalb gibt es ein neues großes Werk der Firma Liebherr. Es gibt sehr viele Studenten in der Stadt.

Juri Shkalov, er flog als Erster von Russland über den Nordpol nach Amerika (1936)

die Gründer der Stadt

Blick auf die Wolga

Kriegsgerät, welches in der Stadt produziert wurde

Morgen fahren wir weiter nach Moskau. Darauf sind schon alle gespannt. Auch diejenigen, die vor Jahren schon dort waren.Dort habe ich wieder Verbindung und werde berichten können.

Bis dahin, liebe Grüße Euer KUGA-Franz und die ganze GUTE!!! Gruppe