27.August

Wir fahren früh von Nishni Novgorod ab. Es sind immerhin 441 km bis zu unserem Stellplatz in Moskau. Und wir wissen, dass es lange vorher bereits dichten Verkehr gibt. Die Straßen sind überwiegend gut und fast wie eine Autobahn ausgebaut. Also kommen wir ziemlich gut voran. Um 15 Uhr wollen wir uns vor der Stadt treffen. Aber es gab wieder Staus wegen schwerer Unfälle, und so wurde es doch später. Wir sind dann im Konvoi über die Ringstraße gefahren. Natürlich auch hier Staus, aber mit Funk, Geduld und Konzentration hat es gut geklappt. Das Parken am Platz ging schnell und wir konnten dann ganz entspannt den Abend genießen.Da es hier wieder Internet gibt, sind viele mit ihren LapTops ins Netz gegangen um endlich wieder die E-Mails zu lesen. Morgen geht es um 09 Uhr los.

Heute, um 08:45 Uhr standen alle schon am Bus. Unsere Stadtführerin Xenia war da und hatte wie üblich ein gedrucktes Programm und kleine Präsnte für jeden Teilnehmer dabei.  Wir konnten ganz pünktlich losfahren. Die meisten waren total überrascht von dem Verkehr. Moskau, die Hauptstadt zählt seit dem vergangenen Jahr fast 15 Millionen Einwohner. Sie wurde per Dekret vergrößert. Früher waren es ca 11 Millionen. Aber da viele finanzstarke Betrieb außerhalb des Stadtgebietes angesiedelt waren, und so keine Steuern an die Hauptstadt gezahlt haben, hat man das geändert. Die Haupteinfallstraße, der Leningrader Prospekt, ist "vielspurig" Wer keine hat macht seine eigene Spur auf. Aber in den letzten 3 Monaten wurde einiges an der Verkehrsführung geändert. Wir gelangten deshalb relativ schnell zum Zentrum.

Unterwegs haben wir schon sehr viel über Moskau erfahren und gesehen.Breite Straßen, Häuser der verschiedensten Stilrichtungen, Grünanlagen moderne Neubauten, Glaspaläste der Autofirmen. Mercedes, BMW, Audi usw.Und eine Bank nach der anderen. Moskau ist nicht nur das politische Zentrum Russlands, sondern auch das der Finanzen. Hier gibt es konzentriert die meisten Millionäre und Milliardäre. Die Stadt war vor einigen Jahren die teuerste Stadt der Welt. Dann wurde sie von Tokio und aktuell von Oslo überholt. Nicht weil es hier billiger geworden wäre, sondern dort wurde es teurer. Trotzdem leben die Moskowiter.

Von dem alten Stadtzentrum ist nicht besonders viel erhalten. Stalin hat sehr viel verändert und seine Prachtbauten errichten lassen. Die 7 Hochhäuser, die auf seinen Befehl im sogenannten "Zuckerbäcker-Stil" errichtet wurden sind einmalig. Der Rote Platz, das hat nichts mit der Farbe zu tun, sondern das russische Wort für rot bedeutet auch schön, ist wirklich imposant. Leider war er heute nicht so gut zu sehen. Es laufen die Vorbereitungen für das internationale Militärmusik Festival. Alles zugebaut mit Tribühnen. Schade für diejenigen, die zum ersten Mal hier sind. Die Kremlmauern, rot angemalt, sind beeindruckend. Und gegnüber das Kaufhaus GUM. Vor einigen Jahren auch von außen restauriert. Ein Einkaufstempel, in dem alle bekannten Nobel-Marken ihre Produkte anbieten.Innen wunderschön ausgestattet. Man muss es gesehen haben. Hier kann man allein einen ganzen Tag verbringen.

Vom Roten Platz sind wir wegen einer technischen Störung an unserem Bus zur Metro gegangen, und haben die für Nachmittag geplante Führung vorgezogen. Die Moskauer Metro ist nicht die älteste aber schönste auf der Welt. Und "bltzsauber".Wir haben einige der schönsten Stationen gesehen und gelernt, wie wir mit der Metro fahren müssen. Das wird für morgen, den freien Tag, sehr von Nutzen sein.

Nach einem sehr guten Mittagessen haben wir die Stadtrundfahrt fortgesetzt. Zuletzt waren wir auf der Aussichtsplattform am Sperlingshügel.Dort befindet sich auch die weltbekannte Lomonossow Universität. So benannt nach ihrem Gründer, einem Universalgenie.Damit haben wir den heutigen Tag beendet und sind zurück zu unserem Stellplatz. Nicht ohne den üblichen Stau zu erleben. Morgen ist freier Tag und am Abend wollen wir dann ins Ballett.Danach gibt es eine Nachtfahrt durch die Stadt. Wenn es beleuchtet ist, dann sieht Moskau noch schöner aus.

Bilder stelle ich extra ein.

Übermorgen setzen wir die Besichtigung fort, mit Kreml und Schatzkammer.

Für heute liebe Grüße aus dem etwas kühler gewordenen Moskau.

Euer KUGA-Franz und alle Moskovitersmiley