Verzeiht mir den Ausdruck bitte,

aber es ist so. Kurz nach Mittag erhielt ich auf dem Weg nach Tjumen einen Anruf. Alexis hatte einen Unfall. Nach 15 Minuten bin ich am Unfallort eingetroffen. Es sah aus wie auf einem Trümmerfeld.Mehrere unserer Womos standen am Straßenrand, die Polizei war dort, ein Pkw lag im Straßengraben. Gott sei Dank war Alexis und seiner Frau WanPhen nichts Ernsthaftes passiert. Das Womo Totalschaden.

Einer von diesen irren russischen Autofahrern, die scheinbar einen Gen-Defekt haben, war bei einem Überholmanöver voll in Alexis Auto geknallt. Der Russe landete im Straßengraben, konnte aber unverletzt aussteigen. Die Trümmer lagen über die ganze Straße verteilt.

Die Schuldfrage war relativ einfach und schnell geklärt. Dann ging es ans Protokoll schreiben. Die Feuerwehr rückte an, für WanPhen haben wir einen Notarztwagen kommen lassen. Sie hatte einen Schock und kleine Glassplitter im Arm. Gott sei Dank nichts wirklich Schlimmes. Ursula hat sich rührend um sie gekümmert, während andere Tourteilnehmer schon Dinge einsammelten, die auf der Straße rumlagen.Dann fuhren alle bis auf Wilhelm,Ursula,WanPhen,Alexis,Alex und ich ab zum Stellplatz. Wir mussten warten bis die Formalitäten erledigt waren und der Abschleppdienst kam.Die Polizisten und die Männer von der Feuerwehr waren sehr hilfsbereit und zuvorkommend.

Um 17:40 Uhr war der Abschleppwagen da und um 18Uhr konnten wir weiter.

Ich habe entschieden das Womo zum heutigen Stellplatz zu bringen und morgen nach Ekaterinburg zu transportieren. Dort werden wir uns um die Verschrottung kümmern. Für unsere Freunde WanPhen und Alexis wird die Reise leider dort enden.Wir alle sind geschockt und traurig.

Das war mal ein Womo

und so von vorne

 

 

der Schrott des Unfallverursachers

Ich habe lange überlegt, ob ich die Bilder einstellen soll. Aber auch Russen, die in Deutschland leben werden unsere Berichte sehen, und hoffentlich ihre Landsleute in Russland dazu bringen zur Fahrschule zu gehen und die Führerscheine nicht nur zu kaufen. Einer, der solchem Rat folgt, ist schon eine Gefahr weniger.

Das soll für heute genügen. Ihr merkt sicher, dass ich sehr emotional war beim Schreiben. Aber heute ging es uns allen so. Ich möchte gar nicht schreiben, welche Kommentare ich gehört habe.

In der Hoffnung, dass wir den Rest der Reise so gut hinkriegen wie bis gestern, grüße ich Euch  von der ganzen Gruppe.

Euer KUGA-Franz.

P.S. Wir sind Euch nur mehr 4 Stunden voraus (rein zeitmäßig, natürlich)