Heute sind wir weiter gefahren nach Ekaterinburg.

Alexis und WanPhen haben im Hotelzimmer übernachtet. Ihr Womo stand auf dem Abschleppwagen im Hof neben unseren Fahrzeugen. Beide sind arg mitgenommen. Sie fahren bei Ursula und Wilhelm mit.Nach ca 2 Stunden holen wir den Abschleppwagen ein. Der Fahrer war früher gestartet, weil er nicht so schnell fahren kann.

Am frühen Nachmittag sind wir dann an unserem Stellplatz. Na ja. Nach und nach treffen die anderen ein. Am nächsten Tag wollen wir die Stadt besichtigen.

Um 09 Uhr morgens ist der Bus mit unserer Stadtführerin Irina da und wir können losfahren. Zuerst geht es in die Stadt. Der Fahrer fährt langsam, so das wir die Dinge, welche von Irina angesprochen werden auch sehen können. Ab und zu steigen wir aus um zu Fuß zu erkunden und zu fotografieren. Allen fällt auf, wie sauber und modern diese Stadt ist. Aber auch sehr viele alte Häuser sind schön restauriert. Die Straßen sind sehr gut.Ekaterinburg war einst eine reiche Handels- und Industriestadt. Ein Schwerpunkt war die Stahlindustrie. Es gab zahlreich Hüttenwerke. Auch heute ist der größte Betrieb eine Maschinenfabrik. Aber auch Gold und Halbedelsteine wurden und werden in der Umgebung gefördert.Es gibt enge Zusammenarbeit mit ausländischen Firmen. Nach dem Krieg haben Tausende Kriegsgefangene in der Stadt große Bauten erstellt. Unter anderem das Rathaus.Touristen sind selten. Transsib-Reisende bleiben zumeist nur ein paar Stunden. Die meisten Besucher sind Geschäftsleute.

Ein wichtiges Ziel unserer Besichtigung ist die sogenannte "Blutskirche". Sie steht an der Stelle, an der früher das Wohnhaus eines Eisenbahn-Ingenieurs stand.Er musste es räumen, weil dort die Zarenfamilie eingesperrt und später ermordet wurde. Überall in Russland stehen noch Lenin-Denkmäler. Er hat, gemeinsam mit Swerdlov die Ermordung des Zaren und seiner Familie angeordnet. Ekaterinburg wurde nach Swerdlov "Swerdlovsk" benannt. Es ist schon merkwürdig, dass die Stadt ihren alten Namen zurück bekam,aber die Straße an der die "Blutskirche" erbaut wurde  immer noch "Swerdlovsk" Straße heißt, nach dem Mordanstifter.

Die Zarenfamilie wird heute als Märtyrer verehrt und die Toten sind Heilige der orthodoxen Kirche.

Dann ein weiterer Höhepunkt unserer Reise. Wir fuhren außerhalb der Stadt zur Grenze Europa-Asien. Hier gab es das schon traditionelle Glas Sekt, und wir konnten schöne Fotos machen. Von hier ging es weiter zu einem Kloster. Das entwickelt sich mehr und mehr zu einer Wallfahrtsstätte für orhodoxe Gläubige und Anhänger des Zaren.Hier wurden nach langer Suche die sterblichen Überreste der Zarenfamilie gefunden. Heute sind diese in der Peter und Paul Festung in Sankt Peterburg beigesetzt.

Um 16 Uhr sind wir zu unserem Stellplatz gefahren. Unterwegs fanden wir noch einen Supermarkt!!! Den haben wir "überfallen" und geplündert. Jetzt haben wir unsere Vorräte aufgefüllt und können beruhigt weiterfahren. Darüber schreibe ich morgen und dann gibt es auch Bilder. Wenn das Netz mitspielt.

Bis dahin viele Grüße von uns allen, Euer KUGA-Franz