03. August 2013

Ein merkwürdiges Datum. Wir begreifen, dass wir vom entferntesten Punkt unserer Reise jetzt wieder "rückwärts" fahren müssen. Also, ade Ulaan Baatar. Auf mehr oder weniger guten Straßen ging es Richtung Grenze. An unserem Stellplatz angekommen, stellten wir erstmal fest, dass es keinen Strom gibt. Das war wohl auch der Grund warum niemand tanken konnte. In der ganzen Gegend war Stromsperre bis 20 Uhr. Also im Dunkel des Restaurants, bei Kerzenlicht zum Abendessen. Hatten wir bisher noch nicht. Es hatte aber auch einen Vorteil: wir gingen früh zu Bett. Als Abfahrzeit zur Grenze war 07 Uhr angesagt.

Pünktlich am nächsten Morgen ging es los. Immer noch kein Strom. Aber es war ja schon hell. An der Grenze dichtes Gedränge. Um 08 Uhr ging der Zaun auf und nach einigem Hin-und Her diskutieren konnten wir einfahren. Es hatte sich in den paar Tagen unseres Aufenthaltes in der Mongolei nichts geändert. Von hier nach da, Papiere und Stempel, alles wie gehabt. Und als wir dachten, dass wir zur russischen Seite fahren könnten wurden wir anders belehrt. Die Russen rufen uns ab, wenn sie Platz am Übergang haben. Also warten. Wir warteten....

Als es dann endlich losging, ging es dann auch ziemlich glatt. Insgesamt ca 5 Stunden und wir waren wieder in der Republik Burjatien. Am späten Nachmittag erreichten wir unseren Stellplatz in Ulan Ude. Es reichte uns und wir gingen früh zu Bett.

Am nächstenTag fuhren wir zum Baikal-See. Dort wollten wir auch einen Ruhetag einlegen. Auf der Fahrt dorthin sahen wir einige schwere Unfälle. Diese wurden vermutlich durch überhöhte Geschwindigkeit und die grandiose Selbstüberschätzung der hiesigen Fahrer verursacht. Jeder von denen der einen solchen Unfall sieht,fährt anschließend genauso idiotisch weiter wie vorher. Wir haben uns darauf eingestellt und denken seit Wochen für diese "Fahrer" mit. Das strengt an.

In unserem Camp am See hatten wir dann Ruhe. Da konnten die Womos entstaubt und Ordnung geschaffen werden. Einfach ausruhen oder spazierengehen. Und abends gemütlich zusammensitzen. Bernd war in der Werkstatt wegen der Bremsen. Man konnte ihm dort aber nicht helfen. Das wurde dann heute in Irkutsk erledigt.Seine Werkstatt zu Hause hatte sich wohl verrechnet, als dort gesagt wurde, dass die Bremsklötze noch locker für die lange Reise halten würden. Außerdem musste auch noch eine defekte Achsmanschette ausgetauscht werden. Daraus können wir lernen, lieber bei Wartungsarbeiten persönlich anwesend zu sein und genau zu kontrollieren, als sich nur auf die Aussagen von Werkstätten zu verlassen. Das bedeutet aber nicht, dass unsere Werkstätten nicht zuverlässig sind. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.Das weiß ich auch aus langer und manchmal recht teurer Erfahrung.

Heute ist es uns auch gelungen Gasflaschen auffüllen zu lassen. Deutlich günstiger als zu Hause. Ca 30 Cent der Liter. Das ist der Vorteil in einem Land wo Gas und Öl im Überfluss vorhanden sind.

Morgen wollen wir mit der "Baikalbahn" fahren. Auf der alten Strecke. Dazu gibt es dann abends einen Bericht und Fotos.

Die "Mongolen" sind zurück in Sibirien und die "Russen" werden weiter berichten. Uns geht es Gott sei Dank gut, wir sind gesund und freuen uns auf weitere angenehme Erlebnisse.

Morgen gibts wieder Fotos. Bis dahin gute Nacht oder schönen Tag

Euer KUGA-Franz und seine ganze Mannschaft schicken Euch liebe Grüße nach Hause.

P.S. Hier ist es auch wieder richtig warm!!!