Der Weg ist lang!!!

Manchmal auch etwas beschwerlich. Aber zuerst noch was von unserer Anfahrt durch den Ural. Das Uralgebirge war bei meiner ersten Durchquerung 2005 eine Enttäuschungfür mich. Ich hatte mir "russische Alpen", mit schroffen und steilen Felswänden vorgestellt. Es gibt solche wohl auch. aber nicht dort wo wir fahren. Eine wunderschöne Mittelgebirgslandschaft, ähnlich unserem Voralpengebirge. Wälder, Flüsse, Seen, alles da. Die Straßen waren teilweise sehr gut ausgebaut, so daß wir recht flott vorankamen. Aber auch bergauf,bergab und viele Kurven. Über russische Verkehrsteilnehmer sage ich lieber nichts. Es reicht wenn wir die kennen.Und dann das Besondere: Wir sind von Europa nach Asien eingereist. Eine große Säule markiert die Grenze. 

Die Reiseleitung, Fahrtrichtung "ASIEN"

Tscheljabinsk ist sehenswert. Von hier sind wir dann nach wenigen Kilometern in  SIBIRIEN angekommen. Von sibirischer Kälte nichts zu spüren.Aber Gott sei Dank sind die Temperaturen etwas gefallen. Nur mehr über 25°. Es ist also erträglicher geworden. Gestern kamen wir alle wohlbehalten in Kurgan an. Nach dem ersten Schluck hat uns sogar der Stellplatz gefallen.Lieber Olaf, (der Chef von KUGA-Tours) sei bitte nachsichtig bei den Vodkarechnungen. wink

Heute, am 06.Juli ging es weiter nach Abatskoe. Somewhere in the middle of nowhere, aber immerhin an der Hauptstraße Richtung OMSK. Mit den Straßen ist es so eine Sache, sie fangen mal gut an und gehen irgendwann gut weiter. Heute hatten wir ein Stück von 20 km, das war unter aller .....Meine gute Erziehung verbietet mir das Wort zu schreiben. Als ich einige Fahrzeuge der Gruppe auf dem Stück überholte, wurde mir am Funk sofort die Frage gestellt, ob ich genügend Vodka im Kühlschrank habe. Habe ich meistens. Es hat heute einige, wenige Regentropfen gegeben, ein Gewitter, von dem wir uns Abkühlung versprachen zog vorbei. So schreibe ich jetzt, im Womo schwitzend ein paar Zeilen für Euch.

Vorhin, bei der üblichen Besprechung, haben mir alle Teilnehmer versichert es gehe ihnen gut und es gefällt ihnen. Einige haben sowohl gestern als auch heute Abstecher von der Route in Dörfer gemacht. Das sind dann zusätzliche interessante Erlebnisse. Man kann tatsächlich, auch ohne russische Sprachkenntnisse, mit den Menschen kommunizieren. Es dauert etwas bis das "Eis gebrochen ist" aber dann kann es nett sein.wir werden oft von überholenden oder entgegenkommenden Fahrzeuglenkern mit Hupe oder Winken gegrüßz. Es ist ja nicht alltäglich, dass Deutsche,Niederländer und Schweizer gemeinsam durch Russland fahren. Wir freuen uns dann jedesmal. Und das Fahren ohne Konvoi, in kleinen Grüppchen oder allein, ist kein großes Problem.Ich fürchte nur, dass wir alle nach Rückkehr wieder zur Fahrschule müssen.

Auf der Strecke. Wir grüßen Euch recht herzlich aus Sibirien. Das konnten vor Jahrzehnten nicht viele Menschen, die hier leben mussten. Wir sind freiwillig hier und es gefällt uns. Euer KUGA-Franz mit Gruppe. Ich hoffe, dass ich morgen aus Omsk wieder leichter berichten kann.