Jetzt ein Beitrag über Samara

Gestern, pünktlich um 09 Uhr wurden wir von unserer Stadtführerin mit dem Bus an unserem Stellplatz abgeholt. Es war wieder einmal blauer Himmel, Sonnenschein und warm. Wir fuhren zunächst ca 20 km zu unserem ersten Fotostopp. Eine Aussichtsplattform, von der wir einen ganz tollen Blick auf die Wolga und die gegenüberliegenden Schiguli-Berge hatten. Das war beeindruckend. Diese Stelle liegt in einer Siedlung, in der nach dem Krieg deutsche Techniker an Triebwerken gearbeitet haben und mit ihren Familien lebten.

Danach ging es weiter zu einem Platz, auf dem eine 2-stufige SOJUS-Rakete aufgestellt ist. Diese Rakete wurde in Samara gebaut und zu Ausbildungszwecken für die Kosmonauten verwendet. Anschließend fuhren wir durch die Stadt zu einem großen Platz, auf dem die Paraden zu bestimmten Anlässen abgehalten werden und wo sich die "ewige Flamme" zur Erinnerung an die Gefallenen befindet. Es gibt ganz in der Nähe eine schöne neue Orthodoxe Kirche, wo gerade ein Gottesdienst gefeiert wurde.

Ein wichtiger Punkt stand noch an: der Besuch im Stalin-Bunker. Obwohl Sonntags geschlossen war er für uns geöffnet. Ca 200 Stufen nach unten und wir konnten an Stalins Schreibtisch Platz nehmen. Er hat nie dort gesessen. Kuibischew, heute Samara war für den Kriegsfall als Ausweich-Hauptstadt der Sowjetunion vorgesehen. Der Bunker wurde unter strengster Geheimhaltung gebaut und ist von außen nicht zu erkennen. Im Lage-und Besprechungsraum hängt die Kopie einer Lagekarte, welche die Situation vom 21.Juni bis 22. Dezember 1941 zeigt.

Da es sehr heiß war, habe ich beschlossen einen Abstecher zur Brauerei zu machen. Diese wurde von einem Wiener vor der Revolution gegründet. Er flüchtete dann nach Österreich um der Verfolgung durch die Kommunisten zu entgehen. Die Brauerei funktioniert auch heute noch und macht hervorragendes Bier. Wir haben uns alle davon überzeugen können. Weil wieder einige Einkäufe fällig waren, fuhren wir danach zu einer Markthalle. Von dort ging es zur neugestalteten Wolga- Promenade. Hier konnten wir spazieren oder etwas essen. Um 16:30 Uhr waren wir zurück an unserem Platz, wo wir uns erholen konnten.

Jetzt sind wir schon in UFA, der Hauptstadt der Republik Baschkorstostan. Die Fahrt hierher war auf zum Teil guten, zum Teil schlechten Straßen anstrengend. Es gibt viele Baustellen mit zugehörigen Staus, aber wir sind alle wohlbehalten angekommen.

Die Stadt werden wir morgen früh besichtigen. Der zugehörige Bericht folgt dann morgen. Wir sind jetzt wieder in einer anderen Zeitzone. der Unterschied zu Deutschland beträgt jetzt + 4 Stunden.

Liebe Grüße an alle

Euer Franz und das Team