Die Zeitverschiebung hat uns etwas durcheinander gebracht. Um Mitternacht war es noch hell.Aber wir werden uns auch daran gewöhnen.

 

Heute morgen, um 10 Uhr begannen wir unsere Besichtigungstour durch UFA. Einen ähnlichen Bus hatte ich schon einmal in Afrika. Der war aber besser. Keine Klimaanlage, kein Mikrofon. Und nicht besonders sauber. Na ja. Wir sind nicht zu Hause sondern unterwegs um etwas zu erleben. Und das sind nur Kleinigkeiten.

Ufa ist eine reiche Stadt. Das liegt an den Öl- und Gasvorkommen und den Erzen die im Ural gefördert werden. Die Stadt ist Multikulturell. Es leben hier ca 1 Million Menschen aus über 100 Volksstämmen und Ethnien.Als erstes fuhren wir zu dem Platz, wo das Monument zur Erinnerung an die Stadtgründung steht. Dort hat man auch einen tollen Ausblick auf den Fluss Belaja (die Weiße) und den Strand.Dann ging es weiter zu einer Parkanlage mit Springbrunnen. Dort befindet sich auch ein Denkmal für einen Anführer des Bauernkrieges. Er hat im Gegensatz zu vielen anderen Führern überlebt. Er wurde nicht hingerichtet, sondern nach grausamer Folterung in ein Straflager in Estland geschickt ,wo er im Alter von 49 Jahren starb. Zarin Katharina die Große kannte keine Gnade. Der Aufstand wurde brutal niedergeschlagen.



Als nächstes besuchten wir das Opern-Theater. Obwohl geschlossen durften wir rein und erhielten eine kurze Führung. Ein schönes, neues und modernes Gebäude. Es wird auch als Standesamt genutzt. Allerdings gibt es dafür lange Wartelisten. Danach gingen wir weiter zu einem Platz in der Stadt, wo es Einkaufsmöglichkeiten gibt, Postamt und Möglichkeit zum Geldwechsel. Briefmarken kaufen in einem russischen Postamt, (nur hier gibt es sie) ist nicht so einfach. Man braucht Geduld. Genauso beim Geldwechsel. Alle reine Nervensache.



Als letztes haben wir noch eine schöne Kirche besichtigt. Auch diese Kirche war während der Sowjetzeit zweckentfremdet, wie so viele andere auch. Aber nach der Wende wurde sie an die orthodoxe kirche zurückgeben, restauriert und neu geweiht. Heute finden hier wieder Gottesdienste statt.Um 14:30 war Schluß und wir kehrten zu unserem Stellplatz zurück. Morgen fahren wir weiter, durch den Ural nach Tscheljabinsk.

 

Viel Grüße von allen an alle